Nachrichten

Wir trauern um unsere Ehrenvorsitzende und liebe Freundin Elisabeth Pause

Nachruf

Am 26. Mai 2017 verstarb unsere Ehrenvorsitzende

Elisabeth Pause

im Alter von 87 Jahren.

Elisabeth Pause ✝ 26. Mai 2017

Als langjährige aktive Chorleiterin und Jugendreferentin im Sängerkreis Neuss wurde Elisabeth Pause am 29.04.1990 zur 1. Vorsitzenden der Sängerjugend gewählt. Dank ihres starken Engagements und unermüdlicher Arbeit hat sie für die Sängerjugend in ihrer Amtszeit vieles erreicht: die Mitgliedschöre der Sängerjugend wurden als "Träger der freien Jugendhilfe" anerkannt; es kam zu einer Reaktivierung der Zusammenarbeit der Sängerjugend mit dem ChorVerband NRW, sie erreichte die erweiterte Anerkennung von Bildungsmaßnahmen unserer Mitgliedschöre und begründete die Mitgliedschaft im Landesjugendring. 1995 wirkte Elisabeth Pause aktiv an der Gründung der Deutschen Chorjugend mit. Ihre Amtszeit endete zum Sängerjugendtag 1999 und sie wurde Ehrenvorsitzende der Sängerjugend. Über ihre Amtszeit als 1. Vorsitzende hinaus stand sie den Chören und uns allen mit Rat und Tat zur Seite. „Die Sängerjugend - Ein Jugendverband mit besonderer Note!“. Unter diesem ihrem Motto hat Elisabeth Pause die Sängerjugend in besonderer Weise mitgeprägt.

Die Sängerjugend im ChorVerband NRW e.V. und ihre Chöre haben mit ihr eine zuverlässige Freundin und Partnerin verloren.

Wir trauern mit ihrer Familie.

Nur wer vergessen wird, ist wirklich tot. Wir werden unsere Elisabeth Pause nie vergessen.
Sängerjugend im ChorVerband NRW e.V.

Thorsten PotthoffDr. Peter SölkenMartin te Laak Brigitte Napp
Vorsitzender stv. Vorsitzender Landeschorleiter Schatzmeisterin

Nachruf Elisabeth Pause

Veröffentlicht am: 22.05.2017


Ehrennadel für Thorsten Potthoff

Im Rahmen der Beiratssitzung des CVNRW wurde der Vorsitzende der Sängerjugend Thorsten Potthoff für seine nunmehr 20jährige Tätigkeit als Vorsitzender des Sängerkreises Lüdenscheid geehrt. Sänger ist er selbst schon seit 1982. Seit 2011 steht er der Sängerjugend im CVNRW vor. Lieber Thorsten, herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung und ganz herzlichen Dank für Dein Engagement. Wir hoffen, dass wir Dir eines Tages eine ebensolche Urkunde überreichen dürfen!

Veröffentlicht am: 23.05.2017


Hommage an Winfried Kocea: Der Gründer der Sängerjugend feiert seinen 85. Geburtstag

Geboren und aufgewachsen in seinem heutigen Heimatort Wardt bei Xanten, studierte Winfried Kocéa Musik an der Folkwang-Hochschule in Essen. Sein Vater, Pädagoge von Beruf und befreundet nicht zuletzt mit dem Musik-Erneuerer Paul Hindemith, prägte eine universelle Sicht von Kunst und Kultur mit diesem Satz: „Die Spitzen der Kunst und die breite Alltagskultur bilden eine Einheit. Wenn das vergessen wird, hat dies negative Auswirkungen für das gesamte Gemeinwesen.“ So war Winfried Kocéa Zeit seines Lebens aktiv wie ein kreativer Vulkan unterwegs bei dem Versuch, die Basis der musischen Bildung zu erneuern und damit die Grundlagen für eine breite kulturelle Volksbewegung zu schaffen: Als Musikpädagoge am Gymnasium Wanne-Eickel und als Leiter zahlloser Laienchöre bewies er ganzen Generationen sein Credo: „Jeder Mensch kann singen.“ Kocéa allerdings vermittelte auch die dazu notwendigen Voraussetzungen: „Richtige Atmung, der Ausdruck, deutliche Bildung der Vokale.“ Als Chorgründer und Chorleiter, als Kirchenmusiker und Schöpfer einer neuen ganzheitlichen Kulturpädagogik hinterließ er tiefe Spuren. Der Hattinger Sozialwissenschaftler Karl Adamek, führender Forscher zur Gesundheitswirkung und sozialen Bedeutung des Singens, hat wesentliche Aspekte dieser Arbeit zusammengefasst: Kocéa habe mit seinem „wegweisenden Programm `Die singende Grundschule‘ seit 1997 pro Woche etwa 1000 Grundschulkinder in sozialen Brennpunkten in Herne und Wanne-Eickel zum Singen begeistert“. Kocéa initiierte den Bundeswettbewerb „Jugend singt“, bildete mehr als 1000 Chorleiter für Kinder- und Jugendchöre nach einem neuen Konzept für ihre Arbeit aus. Zuerst in Wanne-Eickel gründete er das Modellprojekt einer privaten Jugendkunstschule. Das offene Konzept der Einheit aller Künste hat sich durchgesetzt – heute gibt es in NRW über 200 solcher Schulen, in denen Künstler aus fernen Ländern mit jungen Menschen aus unserem Land zusammen schöpferisch tätig werden können. Die Landesarbeitsgemeinschaft Musik war ebenso eine Schöpfung Kocéas wie die organisierte „Sängerjugend NRW“ und die „Deutsche Sängerjugend“ (heute: Deutsche Chorjugend) als eigenständige Jugendorganisation im bundesweiten Verband der Laienchöre.
„Wir sind Winfried Kocéa zu großem Dank verpflichtet. Denn dass die wichtige Nachwuchsarbeit an der Basis der Laienchorszene in NRW und bundesweit durchgreifend und gegen viele zeitgeistige Widerstände erfolgreich werden konnte, hängt wesentlich mit den Ideen und dem Vorbild dieses Kreativen vom Niederrhein zusammen“, sagen Regina van Dinther, Präsidentin des ChorVerbandes NRW, und Thorsten Potthoff, Vorsitzender der Sängerjugend NRW, in einer gemeinsamen Stellungnahme. Der komplette Text von Dr. phil. Karl Adamek kann hier nachgelesen werden: Hommage an Winfried Kocea zum 85. Geburtstag am 04. Mai 2017

Veröffentlicht am: 23.05.2017